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22.08. 12:45

Deutsche Anleihen: Konjunkturdaten belasten


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Donnerstag gestützt durch positiv aufgenommene Konjunkturdaten gefallen. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel um 0,17 Prozent auf 178,31 Punkte. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stieg auf minus 0,66 Prozent. Sie entfernte sich damit etwas von ihrem jüngst erreichten Rekordtief von minus 0,72 Prozent.

Die vom Institut Markit erhobene Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im August etwas erholt. Sowohl die Stimmung in der schwächelnden Industrie als auch im robusteren Dienstleistungssektor verbesserte sich. Besonders deutlich war der Anstieg in Frankreich. Die Konjunktursorgen wurden so etwas gedämpft. Eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal wollte Markit-Direktor Andrew Harker aber nicht ausschließen.

Gegen den Markttrend in der Eurozone stiegen die Kurse der Anleihen in Italien. Die Aussicht auf eine Regierung zwischen Fünf-Sterne-Bewegung und der oppositionellen demokratischen Partei (PD) war der Treiber. PD-Parteichef Nicola Zingaretti erklärte sich nach einem Treffen mit Staatspräsident Sergio Mattarella grundsätzlich bereit eine Regierung zu bilden. Er stellte jedoch eine Reihe von Bedingungen.

An diesem Donnerstag beginnt im amerikanischen Jackson Hole die viel beachtete Fachkonferenz der US-Notenbank Fed. An den Märkten werden Hinweise auf den geldpolitischen Kurs erwartet, insbesondere von einem Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell am Freitag. Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll zur jüngsten Zinssitzung gehen keine wesentlich neuen Informationen hervor/jsl/bgf/jha/