27.05. 12:35

ROUNDUP: Autobahn-Firma bereitet Fahrer auf Brenner-Blockade vor


BOZEN (dpa-AFX) - Kurz vor der geplanten Brenner-Blockade bereitet der Betreiber der Brennerautobahn A22 in Italien auf die erwarteten Verkehrsbehinderungen vor. Fahrten auf dem Abschnitt von Trient in Richtung Norden nach Österreich sollten auf das "unbedingt notwendige Minimum" beschränkt werden, empfiehlt der Autobahnbetreiber auf seiner Webseite.

Am Samstag ist für Autos und Motorräder bereits ab 10.30 Uhr kein Durchkommen auf der Fahrt von Italien nach Österreich. Für Lastwagen gilt die Sperre bereits ab 7.00 Uhr. Von Österreich in Richtung Süden nach Italien gilt die Sperre wiederum von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Für Lastwagen schon ab 9.00 Uhr.

Auf italienischer Seite ist der Abschnitt zwischen Brennerautobahn-Mautstelle bis zur Staatsgrenze betroffen. Allen, die am Samstag die Grenze überqueren müssen, empfiehlt der Betreiber, dies über den Grenzübergang Tarvis zu tun.

"Viele Gäste haben Buchungen verschoben"

Touristen in Südtirol passen nach Angaben des Hoteliers- und Gastwirteverbands ihren Urlaub angesichts der Blockade an. "Viele Gäste haben ihre Buchungen um einen Tag vor oder einen Tag nach hinten verschoben", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Verbandspräsidenten Klaus Berger. Die Menschen versuchten, die Sperre am Samstag zu umgehen.

Wegen einer Demonstration wird der Brenner in Österreich am 30. Mai gesperrt. Damit ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen zeitweise unpassierbar. Initiiert hat den Protest der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger. Grund ist die Verkehrsflut am Brenner: Die 15.000 Bewohner des Wipptales, von denen viele in unmittelbarer Nähe von Autobahn und Bundesstraße leben, leiden unter Lärm, Feinstaub und vielen Beeinträchtigungen im täglichen Leben durch häufige Staus auf allen Strecken.

In dem achtstündigen Zeitraum passieren normalerweise Zehntausende Fahrzeuge den Brenner. Die Blockade fällt etwa mitten in den Pfingstferien von Bayern und Baden-Württemberg sowie ans Ferienende in Sachsen-Anhalt. Die Polizei rechnet mit einer sehr schwierigen Situation auf den Straßen./rme/DP/jha