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09.06. 08:18

Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger halten sich zurück


FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten zum Wochenauftakt dürfte sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst behaupten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen Rückgang um 0,1 Prozent auf 24.600 Punkte. Tags zuvor war der Leitindex auf den niedrigsten Stand seit fast drei Wochen abgetaucht und hatte die 21-Tage-Linie unterschritten, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

"Der Dax bleibt auf Richtungssuche. Den initialen gestrigen Kursverlust haben offensichtlich einige Schnäppchenjäger zum Einstieg genutzt. Mit solchen Käufen ist der Dax aktuell nach unten ganz gut abgesichert. Nach oben haben zuletzt jedes Mal zügig Gewinnmitnahmen eingesetzt. Solange sich dieses Bild nicht ändert, wird sich für den deutschen Leitindex keine klare Richtung herauskristallisieren", kommentierte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners.

Gebremst wird die Kauflaune der Anleger weiterhin von der unsicheren Lage in Nahost. Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.

Von Unternehmensseite ist es nachrichtlich noch sehr ruhig. Für die Aktien von K+S ging es im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 3,5 Prozent nach unten. Damit würden sie im Xetra-Handel die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend unterschreiten. Der Düngerkonzern plant die Ausgabe von Wandelanleihen im Nennwert von rund 300 Millionen Euro.

Der Evonik-Großaktionär RAG-Stiftung will eine neue Umtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 375 Millionen Euro begeben. Evonik-Aktien verloren auf Tradegate 2,6 Prozent.

Die Papiere von Rheinmetall fielen auf Tradegate zuletzt um 0,9 Prozent. Zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley den europäischen Rüstungssektor auf "Equal-Weight" abgestuft.

Die Anteilsscheine von Secunet könnten rein optisch im Minus notieren, da sie am Dienstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk