ROUNDUP: AB Inbev verkauft weniger Bier und verdient mehr - Aktie legt zu
LEUVEN (dpa-AFX) - Der Bierbrauer AB Inbev
Die Aktie des Konzerns legte um zwei Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Titeln im Eurozonen-Index EuroStoxx 50
Dabei war der Umsatz des Konzerns im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 59,3 Milliarden Dollar gesunken. Auf vergleichbarer Basis wuchs er aber um zwei Prozent. Dass der Gewinn dennoch stieg, verdankte AB Inbev verringerten Betriebskosten. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut ein Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Bei stabilen Währungskursen hätte das Plus bei knapp fünf Prozent gelegen.
Damit schnitt AB Inbev besser ab, als von Bloomberg erfasste Experten im Schnitt erwartet hatten. Die Aktionäre sollen eine Schlussdividende von 1 Euro je Aktie erhalten, so dass sich die Gesamtdividende für 2025 auf 1,15 Euro beläuft.
Besonders stark brach der Bierabsatz in China ein: Hier setzte AB Inbev fast neun Prozent weniger ab als 2024. Dennoch berichtete das Unternehmen von Anzeichen einer Stabilisierung. Die gesamte Branche habe in dem Land Rückgänge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verbucht, doch AB Inbev sei dort hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben. Im vierten Quartal habe das Unternehmen jedoch keine Marktanteile mehr verloren, schätzt das Management. Dies sei auch der Marke Budweiser zu verdanken.
Auch in anderen Märkten trafen die Biere des Konzerns auf weniger Interesse als zuvor: In Nord- und Südamerika belief sich der Absatzrückgang auf fast vier Prozent, während der Konzern in Mittelamerika etwas mehr verkaufte als im Vorjahr. In Europa sank der Absatz um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz.
Trotz der rückläufigen Nachfrage glaubt Konzernchef Michel Doukeris weiter an dieses Segment, das den Löwenanteil des Geschäfts von AB Inbev ausmacht. Im laufenden Jahr will der Manager den operativen Gewinn weiter nach oben treiben: So soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um vier bis acht Prozent wachsen, wie es sich Doukeris auch mittelfristig vorgenommen hat./stw/jsl/jha/