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LPKF startet robust ins Jahr 2026
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Quartals-/Zwischenmitteilung
LPKF startet robust ins Jahr 2026
30.04.2026 / 08:00 CET/CEST
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LPKF startet robust ins Jahr 2026
* Auftragseingang im ersten Quartal steigt (Book-to-Bill: 1,4)
* Gute Fortschritte im Advanced Packaging für Halbleiter
* Transformationsprogramm North Star kommt planmäßig voran
Garbsen, 30. April 2026 - Die LPKF Laser & Electronics SE ist trotz eines
weiterhin anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds solide in das
Geschäftsjahr 2026 gestartet. Während geopolitische Spannungen sowie
zunehmender Wettbewerbsdruck aus China das Geschäft belasten, entwickelt
sich der Auftragseingang positiv - insbesondere in den Segmenten Development
und Electronics.
Im ersten Quartal 2026 erzielte LPKF einen Umsatz von 17,1 Mio. EUR (Q1
2025: 25,3 Mio. EUR). Wesentlicher Grund für den Rückgang ist das schwache
Solargeschäft. Das EBIT lag bei -6,9 Mio. EUR (Vorjahr: -3,9 Mio. EUR), das
bereinigte EBIT bei -5,7 Mio. EUR (Vorjahr: -3,4 Mio. EUR). Der
Auftragseingang stieg hingegen auf 24,1 Mio. EUR (Q1 2025: 20,5 Mio. EUR),
die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,4.
Das Transformationsprogramm North Star hat bereits im ersten Quartal zu
einer spürbaren Kostensenkung geführt. Dies hatte einen positiven Einfluss
auf das EBIT. Damit wurden die Auswirkungen der Umsatzreduzierung gegenüber
dem Vorjahr deutlich verbessert.
Im Bereich Advanced Packaging für Halbleiter macht LPKF gute Fortschritte
und ist mit mehreren Kunden in konkreten Gesprächen zur Bestellung erster
Produktionsanlagen. Die LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) ist
derzeit bei zahlreichen Halbleiterkunden in Test- und F&E-Umgebungen im
Einsatz; die erwarteten Folgeaufträge in diesem Bereich sollen die Rolle der
LIDE-Technologie als Schlüssel für die hochpräzise Glasbearbeitung
untermauern und den Übergang in die Serienproduktion manifestieren.
LPKF erweitert das Angebot Schritt für Schritt über den Prozess der
Glasstrukturierung hinaus - etwa um Lösungen für das Singulieren
glasbasierter Packages und das laserbasierte Bonden von Multilayer Glass
Stacks - und arbeitet an der Integration von Co-Packaged Optics auf
Glas-Substraten. Damit positioniert sich das Unternehmen als wichtiger
Partner im entstehenden Markt für Advanced Packaging mit Glas.
"Wir erleben eine Phase, in der das klassische Modell des deutschen
Maschinenbauers, der seine Produkte in die Welt exportiert, an seine Grenzen
stößt", sagt Klaus Fiedler, Vorstandsvorsitzender der LPKF SE. "LPKF
entwickelt sich deshalb konsequent vom Maschinenlieferanten zu einem
funktionalen Lösungsanbieter mit disruptiven Technologien, der sich klar auf
Wachstumsmärkte ausrichtet. Dabei lassen wir uns nicht von der Technologie
um der Technologie willen leiten, sondern vom konkreten Marktpotenzial und
dem messbaren Nutzen für unsere Kunden."
Das Segment Development profitierte im ersten Quartal von nachgeholten
Investitionsentscheidungen nach dem Government Shutdown in den USA sowie von
anhaltend guter Nachfrage aus Forschung, Entwicklung und dem
Defense-Bereich. Im Segment Electronics legte der Auftragseingang deutlich
zu; gefragt waren vor allem Systeme zum präzisen Laserschneiden von
Leiterplatten, da Kunden vermehrt auf effiziente, saubere Laserlösungen
setzen.
Im Segment Solar rechnet LPKF für 2026 mit einem schwierigen Jahr, sieht
aber langfristig attraktive Chancen durch den Technologiewechsel hin zu
Perowskit-Zellen. Das Segment Welding befindet sich in Restrukturierung: Die
Produktion von Welding- und Solar-Systemen wird am Standort Suhl gebündelt,
Strukturen werden verschlankt, die Profitabilität soll nachhaltig steigen.
Das Effizienz- und Strukturprogramm "North Star" kommt planmäßig voran und
soll die Kostenbasis senken, die Widerstandsfähigkeit erhöhen und zugleich
die Innovationskraft sichern.
LPKF arbeitet konsequent an der Umsetzung der Maßnahmen aus dem North
Star-Programm. Im ersten Quartal ist das Unternehmen planmäßig
vorangekommen: Die Produktion der Systeme zum Kunststoffschweißen in Fürth
wurde geschlossen und findet jetzt am Standort Suhl statt. Durch die
Bündelung der Produktion konnten zusätzliche Synergien realisiert werden,
die ersten in Suhl montierten Welding-Systeme gehen in die Auslieferung. Um
die Kosten weiter zu senken, arbeitet LPKF an weiteren strukturellen
Verbesserungen im Konzern, hier steht die Effizienzverbesserung der Abläufe
im Vordergrund.
Ausblick
Angesichts der aktuell stark erhöhten Unsicherheit im wirtschaftlichen und
geopolitischen Umfeld, einschließlich Kriegsrisiken und fragiler
Lieferketten, und unter der Annahme eines deutlich geringeren Umsatzvolumens
im Solarsegment erwartet LPKF für das Geschäftsjahr 2026 einen Konzernumsatz
von 105 bis 120 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen -3,0 % und
4,5 %.
Potenzielle Volumenaufträge aus dem Bereich Advanced Packaging sind in
dieser Prognose nicht berücksichtigt, da der Zeitpunkt des vom Markt
erwarteten Hochlaufs nicht durch den von LPKF bereitgestellten LIDE-Prozess,
sondern durch die Qualifikation nachgelagerter Prozessschritte bestimmt
wird.
Der Vorstand blickt zuversichtlich auf die mittelfristige Entwicklung des
LPKF-Konzerns. Während sich die Segmente aktuell unterschiedlich entwickeln,
bleibt das Ziel klar: Der Vorstand strebt bis 2028 eine nachhaltige
zweistellige EBIT-Marge im Konzern an.
Besonders im Halbleitermarkt sieht das Unternehmen mit LIDE und dem Ausbau
des Produktportfolios eine sehr gute strategische Positionierung und großes
Wachstumspotenzial. Auch der SMT-Bereich (Surface Mount Technology) und das
Rapid PCB Prototyping bieten sehr solide Wachstumsperspektiven.
Trotz der aktuellen Auftragsschwäche im Solargeschäft erwartet LPKF von der
Transformation zur Perowskit-Technologie ein vielversprechendes
Wachstumsfeld mit erheblichen Chancen für LPKF. Nach der strategischen
Neuausrichtung im Kunststoffschweißen erwartet der Vorstand auch in diesem
Segment langfristig profitables Wachstum.
Um den LPKF-Konzern langfristig resilient und wettbewerbsfähig zu
positionieren, werden aktuell wesentliche strukturelle Anpassungen
vorgenommen, da in der aktuellen Phase wirtschaftlicher Unsicherheit
kurzfristig keine deutlichen Wachstumsimpulse zu erwarten sind.
*Das bereinigte EBIT ergibt sich aus dem EBIT unter Herausrechnung von
Restrukturierungs- und Abfindungskosten, Effekten aus Veränderungen des
Konsolidierungskreises sowie Anpassungen des Long-Term-Incentive (LTI), die
sich aus Schwankungen des Performance Faktors oder des Aktienkurses ergeben.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet LPKF im Zuge des Transformationsprogramms
North Star mit außergewöhnlich hohen Restrukturierungskosten in Höhe von
rund 3 - 4 % des Umsatzes.
Über LPKF
LPKF ist ein international führender Technologiekonzern für laserbasierte
Fertigungslösungen. Das Unternehmen entwickelt hochpräzise,
energieeffiziente und nachhaltige Technologien für anspruchsvolle
Industrien, darunter die Halbleiter-, Elektronik-, Solar- und
Medizintechnikbranche. Mit der patentierten LIDE-Technologie setzt LPKF
Maßstäbe in der Glasbearbeitung für Advanced Packaging. Ein globales
Netzwerk, rund 700 Mitarbeiter sowie jahrzehntlange Entwicklungskompetenz
ermöglichen innovative Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
LPKF hat seinen Hauptsitz in Garbsen und ist im Prime Standard der Deutschen
Börse notiert (ISIN 0006450000).
Kontakt:
Bettina Schäfer, Department Manager Group Communication & Investor Relations
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