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30.07. 12:31

ROUNDUP: Schneider Electric erhöht Jahresprognose - Rechenzentren-Boom treibt an


RUEIL-MALMAISON (dpa-AFX) - Der boomende Ausbau von KI-Rechenzentren treibt den Technologiekonzern Schneider Electric weiter an. Die Franzosen erhöhten nun ihre Ziele und peilen für 2026 ein Umsatzplus aus eigener Kraft von 10 bis 13 Prozent an, wie sie am Donnerstag in Rueil-Malmaison mitteilten. Bisher hatte der Konzern hier ein Wachstum von bis zu 10 Prozent in Aussicht gestellt. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) soll jetzt organisch um 14 bis 19 Prozent zulegen, an beiden Enden der Spanne jeweils vier Prozentpunkte mehr als bisher angepeilt. An der Börse legte die Aktie deutlich zu.

Für die Papiere ging es zuletzt um 6,9 Prozent auf 274,50 Euro aufwärts. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 15 Prozent an Wert gewonnen.

Branchenexperte Phil Buller von der US-Bank JPMorgan verwies auf eine starke Margenentwicklung im zweiten Quartal über den Erwartungen. Das Wachstum sei über alle Geschäftsbereiche breit abgestützt, mit einer dreistelligen Wachstumsdynamik im Bereich Rechenzentren. Die Anhebung der Jahresprognose liege über den Erwartungen.

Auch für Analyst Mark Fielding von der kanadischen Bank RBC hat Schneider starke Zahlen vorgelegt. Das organische Wachstum habe über den Erwartungen gelegen. Die angehobene Jahresprognose impliziere am oberen Ende der Spanne eine mögliche Konsenssteigerung von bis zu fünf Prozent. Angesichts der in der Prognose enthaltenen erwarteten Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr würden die neuen Ziele nicht aggressiv erscheinen, so der Analyst.

Im zweiten Quartal übertraf das Umsatzwachstum die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Insgesamt kam im ersten Halbjahr ein Erlös von rund 21,2 Milliarden Euro zusammen, das war ein Plus von 9,8 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, lag das Wachstum bei 14 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) verbesserte sich nominal um 16,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit rund 2,5 Milliarden Euro fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor./err/niw/jha/