ROUNDUP/Trotz Nahost-Krise: Reederei Moller-Maersk setzt Jahresziele noch höher
KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die Reederei Moller-Maersk
Die Aktie stieg um über 7 Prozent und zog dabei auch etwa Kühne + Nagel
Bernstein-Analyst Alex Irving verwies in einer ersten Reaktion auch auf die Engpässe in den Häfen von Shanghai und Ningbo, die der Reederei in Form von steigenden Preise für den Gütertransport zugute kommen. In den Häfen hatten Taifune in den vergangenen Wochen Schäden angerichtet, wodurch Containerschiffe blockiert sind und sich entsprechend verspäten.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet das Maersk-Management nun mit einem Gewinn von 10,5 bis 12,5 Milliarden US-Dollar (9,1 bis 10,8 Mrd Euro). Zudem soll der freie Barmittelfluss im Gesamtjahr definitiv positiv ausfallen. Das neue Gewinnziel liegt oberhalb der Analystenerwartungen, ebenso die Ergebnisse des zweiten Quartals.
Wegen höherer Transportpreise und gestiegener Mengen verdiente Maersk vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im abgelaufenen Jahresviertel fast 3,0 Milliarden Dollar und damit 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Weil die Abschreibungen etwa stabil blieben und das Finanzergebnis etwas besser ausfiel, lag der auf die Aktionäre entfallende Gewinn mit 1,3 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Die globale Containernachfrage habe die Erwartungen übertroffen, und dies trotz der negativen Auswirkungen der Lage im Nahen Osten, hieß es von Maersk. So gingen die Transporte in den Nahen Osten um 40 Prozent zurück, doch das Wachstum in anderen Regionen glich dies mehr als aus. Vor allem die Exporte aus China trieben das Geschäft an. Diese Stärke könnte sich bis ins laufende dritte Quartal fortsetzen, da die chinesischen Exporte keine Anzeichen einer Abschwächung zeigten./lew/nas/jha/