09.09. 12:07

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APA ots news: Allianz Gesundheitsbarometer 2026: Zahngesundheit in Österreich - Kosten als größte Hürde

Wien (APA-ots) - Vier von zehn Österreicherinnen und Österreichern
verzichten aus
finanziellen Gründen auf Zahnbehandlungen. Das zeigt das Allianz
Gesundheitsbarometer 2026 - eine repräsentative Studie der Allianz
Österreich mit 1.600 Befragten.

Das Wichtigste in Kürze:

- 85 Prozent achten gewissenhaft auf ihre Zahnpflege

- 40 Prozent haben bereits eine Behandlung aus Kostengründen
ausgelassen

- 47 Prozent nennen Kosten als Haupthindernis - nur 19 Prozent
fürchten die Behandlung selbst

- Bei voller Kostenübernahme würde sich die Behandlungsbereitschaft
teils mehr als verdoppeln

- 65 Prozent wissen nicht, dass Karies eine Infektionskrankheit ist

Zwtl.: Hohes Bewusstsein, aber finanzielle Hürden

Zahngesundheit ist für die österreichische Bevölkerung längst
mehr als Hygiene. Sie gilt als Teil des Erscheinungsbilds und der
Gesundheitsvorsorge. 85 Prozent achten gewissenhaft auf ihre
Zahnpflege, 73 Prozent gehen mindestens einmal jährlich zur
Kontrolle.

Dennoch haben sich 40 Prozent schon einmal gegen eine Behandlung
entschieden, weil sie zu teuer war. Der Befund der Studie ist
eindeutig: Es fehlt nicht am Bewusstsein für gesunde Zähne, sondern
an finanzieller Planbarkeit.

"Am Bewusstsein für gesunde Zähne fehlt es kaum - eher an der
Möglichkeit, konsequent danach zu handeln. Das ist keine Frage der
Einstellung, sondern der Umstände."
- Dr. Jörg Hipp, CPO Allianz Österreich

Die Studie zeigt auch einen Zusammenhang mit dem Einkommen: Bei
Haushalten mit bis zu 1.999 Euro pflegen 78 Prozent ihre Zähne
gewissenhaft. Bei Haushalten mit 5.000 bis 5.999 Euro sind es 92
Prozent.

Zwtl.: Vorsorge motiviert am stärksten

Warum pflegen Österreicherinnen und Österreicher ihre Zähne? Den
stärksten Antrieb liefert die Vorsorge: 36 Prozent wollen spätere
Zahnprobleme vermeiden. Danach folgen mit 26 Prozent ästhetische
Gründe - für Frauen spielen diese eine deutlich größere Rolle als für
Männer (32 zu 21 Prozent).

Warum Ästhetik so wichtig ist, zeigt die Wirkung, die gepflegten
Zähnen zugeschrieben wird: Rund neun von zehn sagen, sie prägen das
äußere Erscheinungsbild maßgeblich. Fast ebenso viele verbinden damit
einen besseren ersten Eindruck. Vier von fünf sehen zudem Vorteile im
Berufsleben.

Zwtl.: Generationenwandel: Von Reparatur zu Prävention

Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern sind mit ihren
Zähnen insgesamt zufrieden. Mit der Zahnfarbe ist jedoch nur die
Hälfte glücklich - Bleaching führt daher die Wunschliste an.

Die Generation Z zeigt sich besonders offen für ästhetische und
präventive Behandlungen wie Bleaching, Kieferregulierung oder
professionelle Mundhygiene. Bei den Babyboomern sind es hingegen
häufiger Implantate und Prothesen, die die Zufriedenheit steigern
würden.

"Die ältere Generation ist mit einer Zahnmedizin aufgewachsen,
die vor allem eingegriffen hat, wenn schon etwas kaputt war. Dass die
jüngere Generation Zahngesundheit als Teil der Selbstfürsorge
versteht und nicht erst als Notfallthema, ist eine sehr positive
Entwicklung."
- Dr. Jörg Hipp, CPO Allianz Österreich

Zwtl.: Fachliche Kompetenz überzeugt - Kosten-Leistungs-Verhältnis
weniger

71 Prozent halten die zahnmedizinische Versorgung in Österreich
für sehr gut oder eher gut. Die beste Note erhält die fachliche
Kompetenz mit 81 Prozent. Beratung und das Angebot moderner
Behandlungsmethoden liegen gleichauf bei 70 Prozent.

Deutlich kritischer werden die Wartezeiten bewertet: Nur 42
Prozent sind damit zufrieden. Das größte Sorgenkind ist jedoch das
Kosten-Leistungs-Verhältnis. Gerade einmal 28 Prozent bewerten dieses
als sehr gut oder eher gut.

"Beim Kosten-Leistungs-Verhältnis muss man beachten, wie der
Leistungskatalog historisch gewachsen ist: Er ist bis heute stark auf
Reparatur ausgelegt. Die Verschiebung hin zur Prävention findet zwar
statt, aber langsam."
- Dr.in Birgit Vetter-Scheidl, Österreichische Zahnärztekammer

Zwtl.: Die Rechnung schreckt mehr ab als der Bohrer

47 Prozent nennen Kosten als Hinderungsgrund für Behandlungen -
Frauen häufiger als Männer (53 zu 41 Prozent). Die Angst vor der
Behandlung selbst liegt mit 19 Prozent weit dahinter.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) kennen Personen, die mit hohen
Behandlungskosten konfrontiert waren. Am teuersten empfinden die
Österreicherinnen und Österreicher den Zahnersatz (87 Prozent),
gefolgt von Zahnkorrekturen (80 Prozent) und ästhetischen Eingriffen
(75 Prozent).

Der finanzielle Druck verändert das Verhalten konkret: 40 Prozent
haben eine Zahnbehandlung aus Kostengründen ganz ausgelassen, 38
Prozent haben sie verschoben.

Zwtl.: Bei Kostenübernahme steigt die Behandlungsbereitschaft
sprunghaft

Wie stark der Preis die Entscheidung dominiert, zeigt sich, wenn
man ihn hypothetisch ausblendet. Bei vollständiger Kostenübernahme -
etwa durch eine private Zahnversicherung - würde die Bereitschaft zur
Behandlung in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen:

- Zahnspangen und Korrekturen: von 29 auf 71 Prozent

- Bleaching: von 31 auf 75 Prozent

- Veneers: von 28 auf 69 Prozent

- Implantate: von 47 auf 81 Prozent

- Zahnfleischbehandlungen: von 63 auf 86 Prozent

Zwtl.: Wenig Wissen über Kosten und Kassenleistungen

Nur 36 Prozent fühlen sich über Behandlungskosten gut informiert.
Ebenso wenige kennen die Leistungen der gesetzlichen
Krankenversicherung ausreichend.

Privatversicherte sind deutlich besser im Bild: 53 Prozent fühlen
sich bei den Behandlungskosten gut informiert, 51 Prozent bei den
Kassenleistungen.

Zwtl.: Privatversicherte nutzen mehr Leistungen

Aktuell besitzen 5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher
eine private Zahnzusatzversicherung. Das Interesse ist jedoch höher:
38 Prozent können sich vorstellen, ihre Zähne zu versichern.

Dass eine Absicherung das Behandlungsverhalten konkret verändert,
zeigt der Vergleich: Privatversicherte nutzen aufwendigere Leistungen
deutlich häufiger. Bei Zahnfleischbehandlungen sind es 31 Prozent
gegenüber 15 Prozent bei Kassenpatientinnen und -patienten. Bei
kieferchirurgischen Eingriffen 37 zu 22 Prozent, bei Kronen 34 zu 25
Prozent, bei Bleaching 11 zu 4 Prozent.

Ohne Zusatzversicherung überwiegen hingegen Basisbehandlungen wie
Füllungen (74 zu 58 Prozent) und Zahnziehen (54 zu 43 Prozent).

Zwtl.: Wissenslücken bei Mund- und Allgemeingesundheit

59 Prozent halten sich für informiert über den Zusammenhang von
Mund- und Allgemeingesundheit. Im Detail zeigen sich jedoch
erhebliche Lücken:

Knapp zwei Dritteln (65 Prozent) ist nicht bekannt, dass Karies
eine Infektionskrankheit ist. Mehr als die Hälfte kennt die möglichen
Risiken von Zahnfleischerkrankungen in der Schwangerschaft nicht. 49
Prozent wissen nicht, dass Kariesbakterien Allgemeinerkrankungen wie
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes begünstigen können.

Der Wissensstand variiert stark nach Alter: Bei den Auswirkungen
von Zahnfleischproblemen auf den Körper sind Babyboomer mit 58
Prozent deutlich besser im Bild als die Generation Z mit 37 Prozent.
Auch den Zusammenhang zwischen Kariesbakterien und
Allgemeinerkrankungen kennen 65 Prozent der Babyboomer, aber nur 36
Prozent der Generation Z.

"Karies ist eine Infektionskrankheit und Zahnfleischentzündungen
bleiben nicht auf den Mund beschränkt. Beides ist in der Bevölkerung
zu wenig präsent. Dass ausgerechnet die jüngste Generation hier am
schlechtesten abschneidet, ist aus zahnmedizinischer Sicht ein
alarmierendes Ergebnis."
- Dr.in Birgit Vetter-Scheidl, Österreichische Zahnärztekammer

Zwtl.: Fazit: Von Reparatur zu Prävention

Die Ergebnisse des Allianz Gesundheitsbarometers 2026 zeigen: Die
Österreicherinnen und Österreicher achten auf ihre Zähne - doch
zwischen gutem Vorsatz und Handeln steht das Geld.

Was jetzt nötig ist: eine konsequente Verschiebung von Reparatur
zu Prävention, bessere Aufklärung über den Zusammenhang von Mund- und
Allgemeingesundheit und mehr finanzielle Planbarkeit. Angebote wie
die Zahnzusatzversicherung können dabei unterstützen.

Über die Studie

Das Allianz Gesundheitsbarometer 2026 wurde von Marketagent im
Auftrag der Allianz Österreich durchgeführt. Befragt wurden 1.600
Personen, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Allianz Österreich
Dr. Thomas Gimesi
Telefon: +43 676 878 222 914
E-Mail: presse@allianz.at
Website: https://www.allianz.at/

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