Infront EU 50III Kaufen
08.10. 20:08 6.148,11 -0,44%
Infront FrankreichIII Kaufen
08.10. 20:08 7.768,74 -0,14%
Infront GB 100III Kaufen
08.10. 20:08 10.516,82 +0,38%
Infront SchweizIII Kaufen
08.10. 20:08 13.725,29 -0,79%
08.10. 18:30

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Talfahrt geht weiter


PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben ihre jüngste Verlustserie am Donnerstag ausgebaut. Der EuroStoxx 50 schloss 0,87 Prozent tiefer bei 6.126,73 Punkten. Außerhalb der Euroregion gab der Schweizer Leitindex SMI um 1,24 Prozent auf 13.637,00 Punkte nach. Der britische FTSE 100 verlor lediglich 0,16 Prozent auf 10.441,60 Zähler. Dabei verhinderten starke Ölwerte größere Einbußen.

"Hohe Ölpreise und Anleiherenditen sowie die anhaltenden politischen Sorgen rund um Frankreich bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft", kommentierte Marktanalyst Timo Emden von CapTrader die Schwächephase. "Von der Hoffnung auf einen Goldenen Oktober müssen sich Investoren fürs Erste verabschieden."

Schwächster Sektor waren die Pharmawerte. Ein Kurseinbruch des Biotech-Unternehmens Argenx von fast 16 Prozent belastete. Das Unternehmen hatte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms gestoppt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören.

Erneut schwach waren auch die Bankenwerte. Damit hielt die Risikoaversion in dem Sektor an. Der Blick gilt der Verschuldung Frankreichs und dem gestiegenen Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen. Zu den schwächsten Sektortiteln gehörten Santander , Unicredit und Intesa Sanpaolo mit Kursverlusten von jeweils rund drei Prozent.

Halbleitertitel litten unter den Vorgaben aus Asien, wo die Zahlen von Samsung nicht ganz die extrem hohen Markterwartungen erfüllt hatten. Aktien der Autozulieferer standen im Schatten einer Gewinnwarnung des französischen Autozulieferers OPMobility . Die Aktie brach um fast 21 Prozent ein und zog auch andere Werte des Sektors wie Valeo um 7,5 Prozent nach unten.

Positive Ausnahme im schwächelnden Markt waren die Papiere von Tesco mit plus 5,2 Prozent. Die Halbjahreszahlen des britischen Einzelhändlers seien besser als erwartet ausgefallen, bemerkten die Analysten der kanadischen RBC. Die Experten von Jefferies hoben die robuste Marge hervor./edh/he