Hochbahn-Vorstand zweifelt an Wasserstoffbussen
HAMBURG (dpa-AFX) - Hochbahn-Vorstandssprecher Jens-Günter Lang zweifelt nach eigener Aussage am Einsatz von Wasserstoffbussen in Hamburg. "Wir betreiben seit knapp einem Jahr fünf Busse und sie sind immer noch nicht endgültig abgenommen, da sie den Qualitätsanforderungen nicht genügen", sagte Lang im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Lang weiter: "Wir erkennen, das ist nicht unser Weg." Die Hochbahn hatte im März 2023 fünf Brennstoffzellenbusse bei einem Anbieter aus Polen bestellt, um sie zu testen.
Lang sagte, die Busse seien seltener betriebsbereit als Dieselbusse und Elektrobusse, weil die Technik vergleichsweise komplex sei. Zudem seien die Betriebskosten hoch. Grünen Wasserstoff bezeichnete Lang als "unfassbar teuer". Grüner Wasserstoff wird mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind hergestellt.
Die Hochbahn kauft mehr und mehr Batteriebusse, weil sie im Betrieb weniger klimaschädlich sind als Dieselbusse. Nach jüngsten Angaben unterhält die Hochbahn mehr als 1.100 Busse, davon fahren rund 430 elektrisch. Bis 2031 soll der Anteil der Batteriebusse von annähernd 40 Prozent auf 60 Prozent steigen./lkm/DP/zb