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16.03. 16:04

ROUNDUP/Aktien New York: Erholung auch ohne Entspannung im Iran-Krieg


NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten wegen des Iran-Krieges starten die Anleger am Montag mutiger in den ersten Handelstag der neuen Woche. Etwas nachgebende Ölpreise und steigende Kurse im Chipsektor sorgten zu Wochenbeginn für etwas Rückenwind. Ein Fass Öl der US-Sorte WTI, dessen Preis am Wochenende noch der 100-Dollar-Marke nahe stand, kostete zuletzt weniger als 95 US-Dollar.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte nach etwas mehr als einer Handelsstunde 0,7 Prozent auf 46.904 Punkte zu und erholte sich damit von seinem Tief seit Ende November, das der Leitindex der Wall Street am Freitag erreicht hatte. Während der marktbreite S&P 500 um 0,9 Prozent auf 6.694 Zähler stieg, ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 um ein Prozent nach oben auf 24.631 Punkte.

Wirkliche Entspannungssignale in dem Nahost-Konflikt gibt es zwar nicht, aber zumindest vage Hoffnung auf eine Wiederbefahrbarkeit der Straße von Hormus. Geschürt wurde diese von der Nachricht, dass es am Wochenende offensichtlich mehreren Öl- und Gastankern gelungen war, die für den Öl- und Gastransport wichtige Schifffahrtsroute zu passieren. Nun soll die indische Regierung Gespräche führen, um Schiffe durch die wichtige Handelsroute zu leiten.

Der Markt versuche sich an einer Stabilisierung, aber es gebe noch keinen Optimismus, warnte der Anlagestratege Charu Chanana von Saxo Markets. Es drohten weiter Angriffe, und die diplomatischen Bemühungen im Krieg gegen den Iran seien überschaubar. Dass US-Präsident Donald Trump für die Sicherung von Öltransportern durch die Meerenge die Hilfe anderer Staaten fordert, stieß bei diesen bislang auf ein verhaltenes Echo.

Unternehmensseitig sorgte vor allem Meta für Aufmerksamkeit. Die Aktien erholten sich am Montag um 2,4 Prozent von ihrem jüngsten Tief seit Januar. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise berichtet, plant der Social-Media-Konzern eine Entlassungswelle, die jede Fünfte oder sogar noch mehr Stellen betreffen könnte.

Ziel der Entlassungen soll sein, die geplanten Massen-Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) zu kompensieren. Diesbezüglich wurde bekannt, dass Meta über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 27 Milliarden US-Dollar ausgeben will, um sich KI-Infrastrukturen des niederländischen Cloud-Spezialisten Nebius Group zu sichern. Dessen in New York gelistete Anteilsscheine sprangen daraufhin um 13 Prozent nach oben.

Im Chipsektor prägten Aktien von Speicherherstellern wie Sandisk , Seagate und Western Digital sowie deren Chipzulieferer Micron das Bild. Bei letzterer Aktie verwiesen Marktbeobachter auf optimistische Erwartungen für die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen. In der Branche sorgt der KI-bedingte Ausbau von Rechenzentren schon länger für Fantasie un volle Auftragsbücher.

Die Anteilsscheine des Lagerraum-Vermieters National Storage Affiliates schnellten um 30 Prozent auf gut 40 US-Dollar hoch wegen einer Übernahmeofferte. Sie näherten sich damit den 41,68 Dollar, die der Branchenkollege Public Storage zu zahlen bereit ist. Dessen Aktien quittierten dies mit einem Abschlag von 2,5 Prozent./tih/men