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20.10. 20:00

Aktien New York: Tech-Sorgen halten sich - Nahost-Hoffnung stützt etwas


NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Technologiebörse Nasdaq zeigt sich am Dienstag nach ihrer Stabilisierung am Vortag wieder anfällig für Verluste. Vor den nach Handelsschluss anstehenden Quartalszahlen der Tech-Riesen SpaceX und Netflix kam bei den Anlegern keine echte Kauffreude auf. Die Aktien der beiden Unternehmen notierten zuletzt leicht schwächer.

Ein enttäuschender Börsengang in der südkoreanischen KI-Branche bremste zusätzlich die Kauflaune: Die stark überzeichneten Aktien des KI-Infrastruktur-Unternehmens Elice lagen zum Handelsende in Seoul fast ein Drittel unter ihrem Ausgabepreis.

Gut zwei Stunden vor dem US-Börsenschluss kam der Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 beim Stand von 29.585 Punkten um 0,19 Prozent voran, nachdem er im frühen Handel größere Abschläge verbucht hatte. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 1,01 Prozent auf 52.491 Zähler. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,42 Prozent auf 7.723 Punkte zu.

Vage Hoffnungen auf eine Friedenslösung im US-Iran-Konflikt waren den Indizes zwischenzeitlich eine Stütze. Die Märkte reagierten wohl auf die erneute Verbreitung früherer Schlagzeilen des pan-arabischen Medienunternehmens Al-Araby Al-Jadeed, in denen auf einen Kompromissvorschlag der Vermittler aus Katar und Pakistan hingewiesen wurde. Dieser werde angeblich den Forderungen sowohl der US-amerikanischen als auch der iranischen Seite gerecht.

Einige Unternehmen mit Quartalsbilanzen standen am Dienstag im Blick. Die Papiere von 3M verzeichneten ein Kursplus 6 Prozent. Im Dow etablierten sie sich damit auf dem ersten Platz. Der Mischkonzern hatte die Gewinnerwartungen übertroffen und das zweite Quartal in Folge den Jahresausblick für das bereinigte Ergebnis je Aktie angehoben.

Eine erhöhte Prognose des deutschen Sportartikelherstellers Adidas verlieh zudem im Dow den Anteilen des Rivalen Nike Aufwind, dessen Aktien rund 2 Prozent gewannen.

Vorsichtigere Jahreserwartungen drückten hingegen die Aktien des Autobauers General Motors (GM) um fast 9 Prozent nach unten. Der Quartalsbericht und das angekündigte 20 Milliarden US-Dollar schwere Aktienrückkauf gerieten in den Hintergrund. Die Chefin der Auto-Ikone, Mary Barra, warnte, die Herausforderungen nähmen zu.

Im Rüstungs- und Luftfahrtsektor hoben gleich mehrere Unternehmen ihre Ausblicke an. Northrop Grumman profitierte von der weltweiten politischen Instabilität, die das Umsatzwachstum ankurbelte. Die Aktien gewannen annähernd 5 Prozent. Die Anteile von RTX gaben im Verlauf ihre Gewinne ab und notierten zuletzt leicht im Minus. Auch die Anleger des Triebwerkbauers GE Aerospace konnten sich von den nach oben gesetzten Jahreszielen nichts kaufen, wie das Kursminus von 3,7 Prozent zeigte./ajx/he