Devisen: Eurokurs gibt Vortagsgewinne zum US-Dollar größtenteils ab
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Der Euro hatte am Mittwoch von der Wahlniederlage der Republikaner in den USA profitiert. Am Donnerstag gab er dann einen Großteil seiner Vortagsgewinne wieder ab. Industriedaten aus Deutschland bewegten den Anleihemarkt kaum. Die Betriebe haben im September mehr Aufträge verzeichnet und damit den schwachen Vormonat teilweise ausgeglichen. Experten hatten diese Entwicklung aber in etwa erwartet.
Analyst Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sprach von einem "Lichtblick für das Verarbeitende Gewerbe". Besonders erfreulich sei der Anstieg der Bestellungen in der Automobilindustrie. Schattenberg verwies auf das bereits vorhandene Auftragspolster in vielen Industriezweigen. Damit dürfte "das Fundament für eine baldige Erholung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gelegt sein".
Die Zinserhöhung der britischen Notenbank stützte das britische Pfund nicht. Die Bank of England hat ihren Leitzins wie von Volkswirten erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent angehoben. Das künftige Vorgehen machte die Notenbank auch vom weiteren Verlauf des Iran-Kriegs abhängig. "Die heutige Erhöhung sollte nicht als die erste in einer unvermeidlich langen Reihe von Erhöhungen angesehen werden", sagte Notenbankchef Andrew Bailey. "Aber solange der Konflikt im Nahen Osten nicht gelöst ist, scheint sie auch nicht die letzte Erhöhung zu sein."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83393 (0,83460) britische Pfund, 177,85 (178,30) japanische Yen und 0,9180 (0,9188) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.114 Dollar. Das waren rund 53 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he